Carlos Guevara Vivanco · GVivanco
Landschaft
als Form
des Denkens
Ich wurde in San Fernando, Chile, zwischen den Anden und dem Pazifischen Ozean geboren. Die Berge sind seit meiner Kindheit Teil meines Lebens. Noch bevor ich die Fotografie verstand, hatte ich bereits gelernt, durch Kälte, Wind und Schnee zu gehen.
Mein Vater gab mir die Liebe zur Natur und den Wunsch mit, über den Horizont hinauszugehen. Meine Mutter lehrte mich, das Kleine wahrzunehmen und Schönheit in dem zu finden, was oft unbeachtet bleibt. Gemeinsam prägten sie eine Art des Sehens, die viele Jahre später in der Fotografie ihre Sprache finden sollte.
Fotografie bedeutet für mich nicht, die Welt festzuhalten. Es geht darum, in sie einzutreten, bis sich auch in uns etwas öffnet.
01
Ausbildung und Beruf
Ich studierte Informatikingenieurwesen an der Universidad de Chile und erwarb später an derselben Universität einen MBA in Finanzmanagement.
Ich habe eine langjährige Laufbahn in Technologie und Hochschullehre aufgebaut. Heute arbeite ich als regionaler stellvertretender Leiter für Netzwerke und Kommunikation eines großen chilenischen Unternehmens und bin für Chile, Argentinien, Uruguay, Paraguay und Bolivien verantwortlich.
Jahrelang fotografierte ich, um die Orte zu zeigen, die mich bewegten. Mit der Zeit verstand ich, dass das nicht genügte. Landschaft war nicht länger nur das, was vor der Kamera lag, sondern wurde zu einer Möglichkeit, zu erkunden, was in mir geschah.
Ich fotografiere Landschaften nicht, um zu erklären, wie sie sind. Ich fotografiere sie, um zu verstehen, was sie in uns bewirken.
02
Landschaft und Zeit
Meine Arbeit ist vor allem in den Landschaften Chiles entstanden, vom Altiplano bis Kap Hoorn und zur Antarktis. Berge, Schnee, Eis, Wald, Wasser und Wind erscheinen in meinen Bildern als Sprachen, die von Zeit, Veränderung und unserer Beziehung zur Welt erzählen können.
Heute arbeite ich an langfristigen fotografischen Projekten. Jenseits der Zeit, entstanden aus einer Segelreise in die Antarktis, erforscht die Erinnerung, die im jahrtausendealten Eis bewahrt ist. Loquium vertieft diese Suche und stellt eine zentrale Idee in den Mittelpunkt: die Zeit als eigentliche Architektin der Landschaft.
03
Fotografische Ausbildung
2017 schloss ich am New York Institute of Photography den Professional Photography Course ab, ein 270-stündiges Programm zur technischen und praktischen Entwicklung fotografischer Projekte.